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Antec - EA650G - 650 Watt Netzteil
Michael
Redakteur

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Posts: 296
# 09.05.2018 - 19:57:47
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Mit dem EA650G Pro haben wir heute ein noch recht neues Netzteil aus der EarthWatts Gold Pro-Serie von Antec im Test, welches nicht nur durch eine stabile und hohe Ausgangsleistung punkten möchte, sondern auch durch eine hohe Effizienz sowie einem guten Preis/Leistungsverhältnis.



Welche Leistung in dem neuen EA650G Pro 650 Watt steckt und wie sich das Netzteil aus dem Hause Antec in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.


Technische Details:
  • Maße: 150 x 86 x 140 mm (B x H x T)
  • Lüfter: 120 mm (automatische Steuerung)
  • Farbe: Schwarz (Netzteil, Lüfter)
  • Effizienz: max 92%, 80 Plus Gold Zertifikat
  • Active PFC 2.4
  • Formfaktor: ATX12V
  • Leistung: 650 W
  • +3,3V: 20 A
  • +5V: 20 A
  • +12V: 650 W / 54 A
  • -12V: 3,6 W / 0,3 A
  • +5Vsb: 15 W / 3 A


Anschlüsse:


1 x 20+4 Pin


1 x 8 Pin EPS


4 x 6+2 PCI-E


6 x SATA


3 x Molex


Lieferumfang:
  • Antec - EA650G Pro 650 Watt
  • Schraubenset
  • Stromkabel
  • Handbuch




Design und Verarbeitung:

Das EA650G Pro wird von Antec in einer schwarz/weißen Verpackung geliefert. Auf der Verpackungsvorderseite ist neben einem Bild des im Netzteil verbauten Lüfters und der Modellbezeichnung auch noch die maximale Leistung sowie ein Hinweis auf die Effizienz abgedruckt.



Die wichtigsten Features wurden auf der Verpackungsrückseite aufgelistet.



Die technischen Details sind auf der rechten Verpackungsseite zu finden.

Entnimmt man das Netzteil aus seiner Verpackung, so hat man ein Netzteil vor sich liegen, welches durchgehend aus schwarz lackiertem Stahlblech gefertigt ist und trotz seiner Ausgangsleistung von 650 Watt sehr kompakt ausfällt.



Mit einem Blick auf die Netzteilunterseite findet man ein kreisrundes Lüftergitter vor, welches nicht nur durch seine Form gut an das schlichte Design des Netzteils angepasst wurde, sondern auch durch die komplett schwarze Ausführung, welche lediglich durch ein aufgeklebtes Antec Logo unterbrochen wird.



Hinter dem Lüftergitter wurde ein 120-mm-Lüfter verbaut, welcher temperaturabhängig gesteuert wird.

Auf der linken Netzteilseite wurde ein schwarzer Aufkleber angebracht, welcher neben dem Antec Logo auch mit der Modellbezeichnung bedruckt wurde.



Auf der Oberseite befindet sich ein weiterer Aufkleber, welche zusätzlich noch die technischen Details und einen Hinweis auf die Effizienz bereithält.



Auf der rechten Netzteilseite befindet sich ein Aufkleber, welcher im selben Design gehalten ist, wie der Aufkleber auf der gegenüberliegenden Netzteilseite.



Auf der Netzteilvorderseite wurde ein großflächiges Wabengitter verbaut, welches als Luftauslass dient. In diesem Bereich wurde neben der obligatorischen Kaltgerätebuchse auch der Powerschalter untergebracht.



Mit einem Blick auf die Netzteilrückseite findet man neben mehrere fest mit dem Netzteil verbundenen Kabelsträngen auch vier modulare Anschlüsse vor.



Wo der ATX-Kabelstrang mit einem schwarzen, jedoch nicht ganz blickdichten Sleeving versehen wurde, hat Antec alle weiteren Kabel als schwarze Flachbandkabel ausgeführt.



Im Vergleich zu vielen anderen Netzteilen am Markt wurden die eingesetzten Kabel recht lang ausgeführt, wodurch das Netzteil nicht nur problemlos in einem großen Gehäuse eingesetzt werden kann, sondern es wird einem so auch ein sauberes Kabelmanagement ermöglicht, da wirklich jedes Kabel hinter dem Mainboardschlitten entlang gelegt werden kann.

Innerer Aufbau

Mit einem Blick in das Netzteilinnere, welches durch das Öffnen des Gehäuses nicht nur einen Garantieverlust mit sich bringt, sondern durch stromführende Komponenten lebensgefährlich sein kann, wird man mit einem ersten Blick schon feststellen, dass Antec nicht nur äußerlich auf eine schicke und hochwertige Verarbeitung gesetzt hat, sondern diese auch bei den verbauten Komponenten weitestgehend fortführt. Bei der Technik kommen eine Full-Bridge-Topology mit LLC-Resonanzwandlern auf der Primärseite und Synchronous-Rectification- in Kombination mit DC-DC-Technologie auf der Sekundärseite zum Einsatz. Bei den verbauten Kondensatoren setzt Antec durchweg auf sehr hochwertige Kondensatoren, welche eine lange Lebenserwartung versprechen. Die gesamte Spannung wird hierbei auf einer massiven 12V-Schiene zur Verfügung gestellt, welche mit bis zu 54 Ampere belastet werden kann.
Die einzelnen Komponenten wurden jedoch nicht alle direkt auf dem eigentlichen PCB verbaut, sondern wurden auch auf kleine Tochterplatinen verteilt. Durch ihre Anordnung sorgen diese kleinen PCBs nicht nur für ein aufgeräumteres Layout, sondern auch dafür, dass die entstehende Abwärme schneller abgeführt werden kann. Zudem wird so eine Möglichkeit für eine höhere Qualitätskontrolle geschaffen, da die einzelnen PCBs separat produziert und kontrolliert werden können.

Um eine hohe Betriebssicherheit zu gewährleisten, wurden seitens Antec eine ganze Reihe an Schutzschaltungen in dem EA650G Pro 650 Watt verbaut.
  • OCP (Überstromschutz)
  • OVP (Überspannungsschutz)
  • UVP (Unterspannungsschutz)
  • SCP (Kurzschlussschutz)
  • OTP (Überhitzschutz)
  • OPP (Überlastschutz)
  • SIP (Spannungsstoß- und Einschaltstromschutz)
  • NLO (Niedriglastoperation)
  • BOP (Spannungsabfallschutz)


Das Netzteil weißt eine Effizienz von bis zu 92% auf und trägt somit das 80 PLUS GOLD Zertifikat.

Die Verarbeitung des von uns für diesen Test herangezogenen EA650G Pro 650 Watt wurde fast durchweg sehr sauber ausgeführt. Von der optischen Seite her hätten wir uns lediglich ein blickdichtes Kabelsleeving am ATX-Kabelstrang gewünscht.


Test:

Power Good Signal

Im ersten Test überprüfen wir die PG-Time. Das Power Good Signal muss gemäß der ATX-Norm nach mindestens 100 und maximal 500 ms kommen. Das Signal signalisiert dem Mainboard, dass das Netzteil bereit ist, alle Spannungen passen und der Computer gestartet werden kann. Kommt das Signal nicht innerhalb dieses Zeitraums, ist das Netzteil defekt und muss getauscht werden.

Das Power Good Signal kam bei unserem Testkandidaten nach 370ms und liegt damit im erlaubten Bereich.


Testsystem

Wir haben das Netzteil mit unserem i7-Testsystem getestet.

Da unser eigentliches Testsystem mit ca. 720 Watt mehr Strom braucht, als das Netzteil nach Herstellerangaben liefern kann, haben wir die zwei EVGA GTX Titan Hydro Copper aus dem Testsystem entfernt und verwenden in diesen Test mit einer GTX470 ein etwas abgespecktes Testsystem.

Das Testsystem besteht somit aus:
  • I7 3930K @ 4,8GHz
  • Asrock Extreme 11
  • GTX470
  • 64GB (8 x 8GB DDR3 2133MHz)
  • Areca 1880ix
  • 4 x 300GB Seagate SAS im Raid 5


Das o.g. System inkl. Netzteil weist einen Strombedarf von etwa 180 Watt (IDLE) bis ca. 540 Watt (Volllast übertaktet) auf. Dieser kann jedoch je nach verwendetem Netzteil unterschiedlich sein. Unter Volllast wird besonders auf die Stabilität der Spannungen geachtet.
Um Netzteile auszulasten, welche mehr Leistung liefern, als unser Testsystem benötigt, stehen 26 separate Peltierelemente zur Verfügung. Diese haben eine Leistungsaufnahme von je 50W. Die Peltierelemente können einzeln zugeschaltet werden. Die Stromversorgung wird über Adapter hergestellt, welche an die PCI-E Anschlüsse angeschlossen werden.
Somit ist mit dieser Konfiguration eine maximale Leistungsaufnahme von ca. 1840 Watt möglich.
Ausgelesen werden die Spannungen mithilfe eines Multimeters (VOLTCRAFT VC830).
Um das System zu 100% auszulasten, wird die Software Prime 95 und der Benchmark 3DMark 11 eingesetzt und wenn nötig entsprechende Peltierelemente zugeschaltet. Die Testprogramme werden parallel ausgeführt, damit CPU und Grafikkarte gleichzeitig unter Volllast laufen und so der maximale Stromverbrauch erreicht wird.

Um der Qualität des Netzteiles etwas genauer auf den Zahn fühlen zu können, werden wir das System 48 Stunden unter Volllast betreiben. Zusätzlich werden wir das Netzteil noch so weit wie möglich oberhalb seiner Spezifikationen zu betreiben.

Spannungen

Die ATX-Norm gibt die Spannungstoleranzen für Netzteile detailliert vor: Auf 3,3 Volt, 5 Volt und 12 Volt sind je 5% nach oben sowie nach unten erlaubt.




Spannungstest

Die Spannungen sollten nach Möglichkeiten auch bei einem Lastwechsel möglichst gleich bleiben und nicht nach oben oder unten ausbrechen.

Aus diesem Grund haben wir den Lastwechsel in vier Stufen aufgeteilt.
Zum Darstellen der ersten Last läuft unser Testsystem mit dem verbauten Netzteil im Idle-Mode.
Die zweite Laststufe wird unter Volllast des Systems simuliert. Das System ist hierbei nicht übertaktet.
Die dritte Laststufe wird dann mittels eines übertakteten Testsystems erreicht.
Die vierte Laststufe wird dann mittels des übertakteten Testsystems und Zuschaltung der Peltierelemente erreicht. Es werden so viele Peltierelemente gleichzeitig zugeschaltet, dass das Netzteil bei etwa 100% Auslastung arbeitet.







Mit einem Blick auf das Testergebnis ist sehr schnell zu erkennen, dass das EA650G Pro in unserem Test ein gutes Ergebnis erreicht hat. Das Netzteil weist zwar auf der 5V- sowie auch der 12V-Schiene sehr geringe Spannungsschwankungen auf, jedoch bewegen sich diese in einem vollkommen unbedenklichen Bereich. Was uns jedoch während unseres Tests aufgefallen ist, war der anfangs etwas schleifende Lüfter. Dieser sorgte in den ersten drei Stunden unseres Tests für ein geringes Nebengeräusch. Nachdem der Lüfter eingelaufen war, legte sich dieses jedoch vollständig.

Unseren 48h Dauertest mit zwei hinzugeschalteten Peltierelementen überlebte das Netzteil mit einer durchschnittlichen Last von 639 Watt problemlos. Die durchschnittliche Last ist durch den Wechsel zwischen 2D und 3D Modus innerhalb des Benchmarks geringer als die Lastspitze von 647 Watt in unserem Spannungstest. Die Lautstärke des Netzteiles liegt im Großen und Ganzen auf einem guten Niveau.

Wir wollten aber noch etwas genauer wissen, welche Leistung in dem Netzteil steckt und haben aus diesem Grund versucht, das Netzteil an seine Leistungsgrenzen zu bringen. Um dies zu bewerkstelligen, haben wir damit begonnen weitere Peltierelemente zu zuschalten.

Im ersten Schritt haben wir hierzu ein weiteres Peltierelement hinzugeschaltet und einen Dauertest von einer Stunde gestartet.
In diesem zog das Netzteil bei Spannungsspitzen 698 Watt aus der Steckdose. Da die Spannungen auch in diesem Test noch alle im grünen Bereich lagen, haben wir einen weiteren Test gestartet. Eine zweite Runde war jedoch nicht möglich. Hier schaltete sich das Netzteil gleich nach dem Starten der Benchmarks durch die verbaute Schutzschaltung ab.

Das Netzteil zog unter Verwendung unserer Hardware (ohne hinzugeschaltete Peltierelemente) diese Spannung aus der Steckdose:





Fazit:

Mit dem EA650G Pro 650 Watt Netzteil hat Antec ein kompaktes Netzteil in seine EarthWatts Netzteilserie aufgenommen, welches in unserem Test trotz der kompakten Abmessungen nicht nur mit einer guten Leistung, sondern auch mit einer guten Effizienz punkten konnte. Die erreichte 80 PLUS Gold Effizienz sowie auch die im Test erbrachte Leistung kann das Netzteil dank der hochwertigen Komponenten sowie der aktuellen Schaltungen erreichen, welche im Inneren verbaut wurden. Antec hat jedoch nicht nur bei den Komponenten im Netzteilinneren auf eine hochwertige Verarbeitung wert gelegt, sondern man hat das Netzteil auch im Bereich der Kabel und des Netzteilgehäuses fast durchweg sauber verarbeitet. Die einzige Schwachstelle ist hier bei dem nicht ganz blickdichten Kabelsleeving zu finden. Dank des teilmodularen Aufbaus in Kombination mit den fast durchweg eingesetzten Flachbandkabeln kann man ohne viel Aufwand ein sauberes Kabelmanagement erreichen. Preislich liegt das EA650G Pro 650 Watt Netzteil aktuell bei knapp 70€. Neben dem von uns in diesem Test herangezogenen 650 Watt Modell gibt es auch noch ein 550 und 750 Watt starkes Modell.




Pro
  • Verarbeitung
  • Stabile Spannungen
  • Gute Effizienz
  • Lange Kabel
  • Anzahl und eingreifen der Schutzschaltungen


Contra
  • Kein blickdichtes Kabelsleeving
  • (Anfangs schleifender Lüfter)



Verarbeitung

Leistung

Spannungsstabilität

Leistungsaufnahme

Ausstattung

Lautstärke

Modding

Lieferumfang

Preis









Ein besonderer Dank geht an Antec für die Bereitstellung des Testmusters.


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