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von Michael


RAIJINTEK Triton 360 - AiO-Wasserkühlung
Michael
Redakteur

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Posts: 383
# 03.03.2016 - 21:48:08
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Mit der Triton 360 haben wir heute eine Komplett-Wasserkühlung von RAIJINTEK im Test, welche nicht nur in einem besonderen Design und mit einem mächtigen Radiator daher kommt, sondern auch mit einer ausgezeichneten Leistung punkten möchte.



Welche Details in der Triton 360 stecken und wie sich die Wasserkühlung in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.


Technische Details:
  • Gesamtgewicht: 1700 g
  • Kühlmittelfarbe: Transparent
  • Radiator:
    Maße: 396 x 120 x 32 mm (B x H x T)
    Material: Aluminium
  • Pumpe/Reservoir:
    Maße: 38 x 56 x 39 mm (B x H x T)
    Volumen: ca. 420 ml
    Material: Grafit (Pipe), Keramik (Achse)
    Motorgeschwindigkeit: 3.200 U/min
    Förderleistung: 120 l/h
    Lautstärke: 20 dB(A)
    Spannung: 12 V
    Stromverbrauch: 4 W
    Lebenserwartung: 50.000 h
  • Lüfter (3x):
    Maße: 120 x 120 x 25 mm (B x H x T)
    Lautstärke: 20,6 - 36 dB(A)
    Drehzahl: 1000 - 2000 U/Min
    Airflow: 66 - 132,5 m³/h
    Anpressdruck: 0,744 - 2,97 mm H2O
    Leistungsaufnahme: 0,6 - 2,52 W
    Anschluss: 4-Pin
  • Schlauchdurchmesser: 9,5/12,5 mm ID/OD
  • Kompatibilität:
    Intel-Sockel: alle LGA 775, 115x, 1366, 201x CPU (Core i3 / i5 / i7 CPU)
    AMD-Sockel: AM2, AM2+, AM3, AM3+, FM1, FM2, FM2+


Lieferumfang:
  • Triton360 Wasserkühlung
  • 3 x 120-mm-Lüfter
  • Montagematerial
  • Montageanleitung
  • Färbemittel (Rot, Grün, Blau)




Design und Verarbeitung:

Die Triton 360 wird in einer Verpackung geliefert, welche in einem blau/grünen Design gehalten ist. Neben der Modellbezeichnung und einem großen Produktbild wurden auf der Verpackungsvorderseite die wichtigsten Features abgedruckt.



Auf der Verpackungsrückseite findet man ebenfalls die Modellbezeichnung vor. Zudem wurden hier zwei große Produktbilder abgedruckt, welche die All-in-One-Wasserkühung aus verschiedenen Perspektiven zeigt. Auf der Verpackungsunterseite sind nicht nur die technischen Details abgedruckt, sondern auch die verschiedenen Modellvarianten, in welcher es die Triton 360 gibt.



Innerhalb der Verpackung ist die Triton 360 Wasserkühlung in einem Karton gebettet, welcher so gefaltet wurde, dass es Aussparungen für die Pumpe, den Radiator sowie auch die mitgelieferten Lüfter gibt.

Entnimmt man die Triton 360 aus ihrer Verpackung, so hat man eine vormontierte All-in-One-Wasserkühlung vor sich liegen, welche wie der Name schon vermuten lässt, alle Komponenten vereint, welche für eine Wasserkühlung benötigt werden.



Das auffälligste Designelement der Triton 360 Wasserkühlung ist sicherlich das Pumpengehäuse, welches zugleich als Ausgleichsbehälter dient.
Schaut man sich einmal bei den auf dem Markt befindlichen All-in-One-Wasserkühlungen um, so wird man hier meist recht kleine und zudem komplett in schwarz gehaltene Pumpengehäuse finden.
RAIJINTEK geht bei der Triton 360 einen ganz anderen Weg, welchen wir so schon von der etwas kleineren Triton AiO-Wasserkühlung kennen. Das Pumpengehäuse wurde zum größten Teil aus transparentem Kunststoff gefertigt, wodurch man auch einen Blick auf die im Inneren befindliche Pumpe werfen kann.



Dieses Pumpengehäuse fällt zudem mit 38 x 56 x 39 mm (B x H x T) recht groß aus. Dies bringt den Vorteil mit sich, dass ein großer Teil des Pumpengehäuses als Ausgleichsbehälter genutzt werden kann. Im Detail befinden sich ca. 350ml Kühlflüssigkeit in dem Kühlkreislauf, was im Vergleich so anderen AiO-Waküs deutlich mehr ist.
Die Unterseite des Pumpengehäuses ist aus schwarzem Kunststoff gefertigt. Als Bodenplatte setzt RAIJINTEK auf eine vernickelte Kupferbodenplatte. Diese verfügt auf der innen liegenden Seite über Mikrokanäle.



Zusätzlich sind zwei Flussrichtungen gegeben, wodurch dem flüssigen Kühlmittel eine besonders effektive Wärmeaufnahmekapazität gegeben ist.
Auf der Oberseite des Pumpengehäuses wurde ein schwarzes Kunststoffschild aufgeklebt, in welches mittig das RAIJINTEK Logo eingearbeitet wurde, welches in einem Chrom-Look erstrahlt.



Neben den beiden Anschlüssen, an welchen schon die Schläuche die zum Radiator führen vormontiert sind, ist ein zusätzlicher Verschlussstopfen zu erkennen. Dieser sowie die verbauten Anschlüsse sind eine weitere Besonderheit der Triton 360 Wasserkühlung.



Auch wenn es sich hierbei um eine sogenannte All-in-One-Wasserkühlung handelt, bietet dies die Möglichkeit einer Erweiterung. So kann man z.B. den Kühlkreislauf um einen weiteren Radiator oder einen weiteren Kühler wie einen Grafikkartenkühler erweitern.
Um dies zu ermöglichen, wurden hier gängige Anschlüsse verwendet, mittels welchen die Schläuche angeschlossen sind. Im Gegensatz zu den sonst an All-in-One-Wasserkühlung zum Einsatz kommenden, fest verpressten Verbindungen, können diese Anschlüsse ganz einfach aufgeschraubt werden.
Um z.B. einen weiteren Radiator oder Kühler in den Kühlkreislauf einbinden zu können, bedarf es jedoch neben einem anständigen Ausgleichsbehälter und einer normalen Verschraubung bei den Anschlüssen auch noch einer leistungsstarken Pumpe, welche RAIJINTEK in der Mitte des Pumpengehäuses untergebracht hat. Durch die transparente Bauform des Pumpengehäuses kann man auf diese auch im verbauten Zustand der AiO-Wasserkühlung einen sehr schönen Blick werfen.
Als Anschlusskabel kommt bei der verwendeten Pumpe ein 3-PIN-Kabel zum Einsatz, welches mit einem schwarzen Sleeving versehen ist.
Bei der Pumpe wurden hochwertige Komponenten wie eine Keramikachse verbaut, wodurch die Pumpe mit einer Lebenserwartung von 50.000 Stunden daher kommt. Die verbaute Pumpe arbeitet mit einer Drehzahl von 3.200 U/min und befördert so 120 Liter in der Stunde bei einer sehr angenehmen Geräuschkulisse.
In das Pumpengehäuse hat RAIJINTEK zudem noch zwei weiße LEDs eingearbeitet, wodurch diese All-in-One-Wasserkühlung gerade so nach einem Gehäuse mit Sichtfenster ruft und jeden Casemodder erfreuen dürfte.



Genau für diese Käufer legt RAIJINTEK der Triton 360 zudem drei kleine Fläschchen bei, in welcher sich blaue, rote und grüne Farbe befindet, mittels welcher sich das Wasser einfärben lässt.







Bei den Schläuchen setzt RAIJINTEK auf 13/10er Schläuche und somit auf einen sehr gängigen Durchmesser. Die Schläuche sind passend zum Pumpengehäuse transparent ausgeführt, wodurch ein Farbzusatz auch in den Schläuchen sichtbar wird.

Mit einem Blick auf den verwendeten 360-mm-Radiator wird man auch hier als erstes die verschraubten Anschlüsse entdecken.



Der Radiator ist vollständig aus Aluminium gefertigt und kann auf beiden Seiten mit Lüftern bestückt werden. Die Stärke des Radiators beträgt 32mm. Die verbauten Aluminiumfinnen sind sehr sauber verarbeitet und wurden zwischen 18 Kanälen untergebracht. Verbogene Lamellen sucht man bei den sehr dicht sitzenden Lamellen erfreulicherweise vergebens.



Unterhalb der Montagegewinde wurden leider keine Schutzbleche angebracht, welche die Lamellen vor Beschädigungen schützen. Diese können sehr schnell auftreten, wenn man die Montageschrauben versehentlich etwas zu tief eindreht.



Als Lüfter liefert RAIJINTEK bei der Triton 360 Wasserkühlung drei 120-mm-Lüfter aus eigenem Hause mit. Die drei Lüfter haben die übliche Bauhöhe von 25mm und verfügen über einen quadratischen Rahmen aus schwarzem Kunststoff.



Der Impeller ist hierbei in einem kontrastreichen weiß gehalten und verfügt über sieben Lüfterblätter. Diese weisen an ihren Enden keine Erhebungen oder Ähnliches, wie man sie in der Zwischenzeit von vielen anderen Lüftern kennt, auf.



Der Impeller wird von vier Stegen, welche geradlinig von der Lüftermitte in die vier Ecken verlaufen, in Position gehalten. Die vierpoligen Anschlusskabel sind mit einem Gummisleeving versehen. Dieses ist nicht ganz so schick wie das Sleeving des Anschlusskabels für die Pumpe, dafür jedoch zu 100% blickdicht und lassen sich im Bedarfsfall ganz einfach entfernen.



Die Verarbeitung der Triton 360 All-in-One-Wasserkühlung ist bis auf die fehlenden Schutzbleche für die Kühlfinnen sehr gut und vor allem optisch ansprechend ausgeführt.


Montage:

Die Montage lässt sich recht einfach bewerkstelligen. RAIJINTEK hat dem Lieferumfang eine Backplane sowie einen Montagerahmen beigelegt, welcher auf einem AMD-, als auch auf einem Intel-System eingesetzt werden kann. Kommt ein AMD-Mainboard zum Einsatz, so muss man die dort vormontierte Backplane entfernen.
Im ersten Schritt muss nun die von RAIJINTEK mitgelieferte Backplane von der Rückseite aus an das Mainboard gehalten werden. Durch diese werden anschließend vier Schrauben hindurchgeschoben, welche von der Vorderseite des Mainboards aus mittels der Abstandshalter verschraubt werden.
Im nächsten Arbeitsschritt wird die Montageschiene auf diese Abstandshalter aufgelegt und ebenfalls mit diesen verschraubt. Durch die Tatsache, dass die Backplane als auch die Montageschiene quadratisch aufgebaut ist, kann sie auf einem Intel, als auch auf einem AMD-Sockel in vier verschiedenen Richtungen montiert werden. Dies bietet einem mehr Flexibilität bei der Ausrichtung der Pumpe, was wiederum das verlegen der Schläuche und somit auch die Positionierung des Radiators vereinfacht.
Anschließend kann man die Pumpeneinheit auf die mit Wärmeleitpaste bestrichene CPU aufsetzten. An dem Pumpengehäuse befinden sich seitlich zwei Schrauben, mittels welcher man die Pumpe an der Montageschiene verschrauben kann.
Die drei Lüfter werden mittels der mitgelieferten Schrauben an dem Radiator befestigt.



Raijintek liefert leider nur 12 langen Schrauben mit, wodurch man sich zusätzliche Schrauben besorgen muss, wenn man den Radiator mit sechs Lüftern bestücken möchte. Der Radiator selbst wird mittels 12 kurzer M3-Schrauben am Gehäuse befestigt.

Durch die sehr flexiblen Schläuche lässt sich der Radiator sehr gut positionieren, ohne dass die Schläuche zu schnell abknicken oder durch eine starre Bauform zum Hindernis werden.

Durch den PWM-Anschluss der Lüfter können diese über das Mainboard gesteuert werden. Leider liefert RAIJINTEK jedoch keinen PWM-Adapter mit, über welchen sich alle drei Lüfter an einem Anschluss betreiben lassen würden.


Testsystem:

Als Testsystem kommt ein Sockel 1151 Testsystem zum Einsatz. Dies bietet euch die Möglichkeit, alle von uns getesteten Wasserkühler auch mit den von uns getesteten Luftkühlern zu vergleichen. Da bei der Verwendung eines Wasserkühler in der Regel niedrigere Temperaturen und somit auch höhere Taktraten erreicht werden können, Schicken wir unser Testsystem nicht nur mit den von Intel vorgegebenen Taktraten in den Test, sondern auch mit einer Übertaktung auf 4,7 GHz bei einem VCore von 1,329 Volt.

Das Testsystem besteht aus diesen Komponenten:
  • ASRock - Z170 Extreme3
  • HyperX - Savage 16GB Kit 3000MHz
  • Intel® - Core i7-6700K
  • Zotac - GTX 780 TI AMP Edition



Testablauf:

Die Testergebnisse sind bei einer Raumtemperatur von ca. 20,8°C (zu beginn der Testphase gemessen) entstanden. Protokolliert wurde der maximale Mittelwert aller CPU Cores nach einem 30 minütigen Prime95 Stresstest. Ausgelesen wurden diese Werte mit Aida64 Extreme Edition. Gemessen werden die Temperaturen einmal im nicht übertakteten Zustand und einmal im übertakteten Zustand des Testsystems auf 4,7 GHz bei einem VCore von 1,329 Volt.

Kommen bei einem getestete Kühler Lüfter zum Einsatz, bei denen es sich um PWM-Lüfter handelt, welche ihre Geschwindigkeit selbst anpassen, so wird die PWM-Steuerung während des Tests deaktiviert.

Wir nutzen bei unseren Tests immer die ARCTIC MX-2 Wärmeleitpaste, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können.

Die erreichten Temperaturen sind abhängig von dem genutzten System und können auch auf ähnlichen Systemen abweichen. Jedoch lassen sich die Kühler untereinander gut vergleichen, da bei unseren Tests alle Kühler die gleiche Testgrundlage haben.

Als Referenz dienen alle CPU-Wasserkühler und AiO-Wasserkühlungen, welche wir bis jetzt auf diesem System getestet haben. CPU-Wasserkühler wurden in Kombination mit einem Alphacool NexXoS UT60 Full Copper 480mm getestet.



Mit einem Blick auf das erreichte Ergebnis ist zu erkennen, dass die Triton 360 ein sehr gutes Ergebnis erzielen konnte. Das Ergebnis liegt nur knapp hinter dem einer normalen Wasserkühlung, welche auf einen mächtigen 480-mm-Radiator setzt.


Fazit:

Mit der Triton 360 hat RAIJINTEK eine weitere All-in-One-Wasserkühlung in seinem Sortiment, welche was die Kühlleistung angeht, durch den verwendeten 360-mm-Radiator eine sehr gutes Ergebnis abliefert. Im Gegensatz zu der kleineren Triton AiO-Wakü von RAIJINTEK kommen bei der Triton 360 drei 120-mm-Lüfter zum Einsatz, welche durch ihre PWM-Steuerung ganz einfach und automatisch geregelt werden können. Leider liefert RAIJINTEK jedoch keinen passenden Adapter mit, mittels welchem man alle drei Lüfter an einem Anschluss betreiben könnte. Die von RAIJINTEK mitgelieferten Lüfter fallen zudem etwas schwächer aus, als die der ersten Triton AiO-Wasserkühlung, da sie mit einer geringeren Maximaldrehzahl laufen. Dies wirkt sich positiv auf die Geräuschkulisse aus und wird durch die größere Radiatorfläche im Bezug auf die Kühlleistung kompensiert. Von der Optik her konnte in unserem Test vor allem das Pumpengehäuse überzeugen. Dieses ist in einer sehr guten Größe ausgeführt, wodurch es einen ordentlichen Ausgleichsbehälter beherbergt. Durch die integrierte Beleuchtung wird diese All-in-One-Wasserkühlung vor allem bei Casemodder punkten, welche zudem noch die Möglichkeit habe, das Wasser in der von ihnen gewünschten Farbe einzufärben. Durch die Möglichkeit diese All-in-One-Wasserkühlung zu erweitern, ist sie auch für Anwender die richtige Wahl, welche den Bereich der Wasserkühlung das erste mal betreten und später eventuell die Kühlung auf einen Grafikkartenkühler ausweiten wollen. Durch die gegebenen Möglichkeiten kann man hier einiges an Folgekosten bei einer Auf- bzw. Umrüstung einsparen. Die Verarbeitungsqualität ist bis auf die fehlenden Schutzbleche für die Kühlfinnen sehr gut und vor allem optisch ansprechend ausgeführt. Preislich liegt die Triton 360 aktuell bei knapp 139€.




Pro

  • Gute Verarbeitung
  • Einfache und sicher Montage
  • Sehr gute Kühlleistung
  • Moddingpotential
  • Auch in einer Variante ohne Lüfter erhältlich
  • Preis



Contra

  • Kein PWM-Adapter im Lieferumfang




Kühlleistung

Verarbeitung

Montage

Kompatibilität

Lautstärke

Modding

Lieferumfang

Preis






Wir danken RAIJINTEK sehr für die Bereitstellung der Testmusters.



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