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CRYORIG - M9i - Tower-Kühler
Patrick
Chefredakteur

User Pic

Posts: 1320
# 27.11.2015 - 07:45:31
    zitieren



Mit dem M9i haben wir heute einen kompakten Tower-Kühler von CRYORIG im Test, welcher durch den verbauten 92-mm-Lüfter nur eine geringe Bauhöhe erreicht und somit bestens für kompakte Systeme geeignet sein soll.



Welche Details sich in dem noch recht neuen M9i verstecken und wie sich der Kühler in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.


Technische Details:

Kühler
  • Maße: L87 mm x B102 mm x H124,61 mm
  • Gewicht: 425 g
  • Heatpipes: 6 mm Heatpipe x 3 Stück
  • Lamellenstückzahl: 40 Stück
  • Kupferbodenplatte: Vernickelte C1100 Kupferplatte
  • RAM-Höhe: Nicht limitiert
  • M9i Kompatibilität: LGA1151(Skylake)/115X
  • TDP: 120 W

Lüfter
  • Maße: L92 mm x B92 mm x H 25,4 mm
  • Gewicht: 80 g
  • Drehzahl: 600 ~ 2.200 RPM ±10 %
  • Geräuschpegel: 26,4 dBA
  • Luftdurchfluss: 48,4 CFM
  • Luftdruck: 3,1 mmH2O
  • Stromstärke: 0,11 A


Lieferumfang:
  • M9i Kühlkörper
  • CR-9225 Lüfter
  • Montagematerial (Intel Sockel)
  • Montageanleitung
  • Wärmeleitpaste
  • 2. Satz Entkoppler und Lüfterklammern




Design und Verarbeitung:

Der M9i wird von Cryorig in einer Verpackung geliefert, welche in den Farben Schwarz und Weiß gehalten ist.
Auf der Vorderseite der OVP wurde neben einer kurzen Produktbeschreibung auch ein Produktbild auf die Verpackung aufgedruckt.



Die technischen Details sowie die wichtigsten Features findet man auf der Verpackungsrückseite.



Entnimmt man den M9i aus seiner Verpackung, so hat man einen sehr kompakten Tower-Kühler vor sich stehen, welcher nicht nur eine schlanke Bauform aufweist, sondern auch mit einer niedrigen Bauhöhe daher kommt.



Die 40 verbauten Aluminiumfinnen sind auf der Stirnseite des Kühlers mit einem abgestuften Design versehen worden. Jede zweite Aluminiumfinne wurde zudem etwas kürzer ausgeführt, als die jeweils darüberliegende Finne. CRYORIG hat an der linken und rechten Seite jeweils einen Gummistreifen auf die Lamellen aufgeklebt, welche zur Entkopplung des Kühlers dienen.



Die Aluminiumfinnen sind auf drei vernickelte Kupferheatpipes gesteckt, welche die Aluminiumfinnen parallel zueinander durchlaufen und einen Durchmesser von 6mm haben.



Auf der Oberseite hat CRYORIG nicht, wie es bei vielen anderen Herstellern üblich ist, eine speziell designte Abschlusslamelle aus Aluminium verbaut, sondern setzt hier auf eine Kunststofflamelle, welche mittig über einen eingeprägten CRYORIG Schriftzug verfügt.



Auf der linken und rechten Seite dieser Kunststofflamelle wurden jeweils drei Elemente in einem 45° Winkel nach oben abgewinkelt, welche zusätzlich als Luftauslässe dienen..



Die verbaute Abschlusslamelle wertet den Kühler zudem optisch auf und verdeckt die Enden der Kupferheatpipes. Befestigt ist die schwarze Abschlusslamelle mittels vier Kunststoffnasen, welche in den oberen beiden Aluminiumfinnen verankert sind.



Wirft man einen seitlichen Blick auf den asymmetrisch aufgebauten Kühlturm, kann man noch einmal sehr gute die unterschiedlich tiefen Aluminiumfinnen erkennen. Zudem kann man hier auf beiden Kühlerseiten kleine Vertiefungen erkennen, welche als Aufnahmepunkte für die Lüftermontage dienen.

Die drei Kupferheatpipes durchlaufen die zweiteilige Bodenplatte u-förmig gebogen. Die Bodenplatte selbst besteht aus hochwertigem Kupfer und wurde mit einer Nickelschicht versehen. Zieht man die Schutzfolie von der Bodenplatte ab, so ist hier noch ein geringer Klebstofffilm zu erkennen, welcher jedoch einfach entfernt werden kann.



Schaut man sich die zweiteilige Bodenplatte einmal etwas genauer an, so wird man erkennen, dass die Oberseite der Bodenplatte nicht mit der Unterseite der Bodenplatte und den Heatpipes verlötet ist, wie man es von fast allen anderen Kühlern kennt, sondern mittels Haltenasen mit der Unterseite der Bodenplatte verbunden ist.



Die Oberseite der Bodenplatte stellt zugleich den Montageträger dar. Zur Vermeidung eines Hot-Spots wurden in die aus Aluminium gefertigte Oberseite der Bodenplatte massive Kühlrippen eingearbeitet.



Als Lüfter liefert CRYORIG einen schwarzen 92mm Lüfter mit. Der Lüfter verfügt über einen schwarzen Kunststoffrahmen, welcher keine Besonderheiten aufweist. Gleiches gilt auch für die sieben Lüfterblätter des Impellers. Mittig auf die Rotornarbe wurde das CRYORIG Logo aufgeklebt.



Der Impeller ist an vier Stegen befestigt, welche geradlinig zu den vier Ecken des Lüfterrahmens verlaufen.



Als Anschlusskabel kommt ein recht kurzes Kabel zum Einsatz, welches mit einem schwarze, blickdichten Sleeving versehen ist.



Durch die geringe Länge des Anschlusskabels ist ein sauberes verlegen des Kabels möglich, ohne dass man sich um überschüssige Kabellängen kümmern muss.
Der mitgelieferte Lüfter wird mittels zwei Metallklammern am Kühlkörper befestigt.



CRYORIG liefert bei dem M9i ein zusätzliches Paar Montageklammern und Entkoppler mit, wodurch die Montage eines zweiten Lüfters möglich ist.

Die Verarbeitung des Kühlers wurde hochwertig ausgeführt. Lediglich die Klebstoffrückstände von der Schutzfolie der Bodenplatte haben uns etwas gestört.


Montage:

Die Montage des M9i ist lediglich auf allen Intel 115x Sockel möglich. Eine Montage auf einem Sockel 1366 bzw. 2011 / 2011-v3 Sockel ist nicht möglich. Hierdurch verhindert CRYORIG, das der Kühler auf einem High-End Sockel montiert wird, auf dem er durch seine geringen Abmessungen in warmen Sommertagen an seine Leistungsgrenze stoßen kann. Für einen AMD-Sockel bietet CRYORIG mit dem M9a ein entsprechendes Modell des Kühlers an. Aus der Sicht der Konsumenten hätten wir es besser gefunden, wenn CRYORIG hier nicht zwei unterschiedliche Modelle anbieten würde, sondern für beide Prozessortypen ein entsprechendes Montagekit mitliefern würde, auch wenn dies den Preis des M9-Kühlers etwas erhöhen würde.

Zur Montage des M9i muss zuerst die mitgelieferte Backplane mit den vier Montagebolzen bestückt werden. Diese wird anschließend von der Rückseite aus an das Mainboard gesteckt. Im nächsten Arbeitsschritt werden die Montageschienen auf die Montagebolzen gesteckt und mit den mitgelieferten Muttern verschraubt.
Anschließend kann die CPU mit Wärmeleitpaste versehen und der Kühler auf diese aufgesetzt werden. Im Anschluss muss man nur noch den Kühler mit den beiden Montageschienen verschrauben.
Ist die Montage des Kühlkörpers abgeschlossen, muss man nur noch den Lüfter mittels der Lüfterklammern an dem Kühlkörper montieren.




Testsystem:

Durch die geringere Kompatibilität des Kühlers in Bezug auf den verwendeten Sockel müssen wir in diesem Test auf ein alternatives Testsystem ausweichen.

Das Testsystem besteht aus:
  • Intel i7 3770K
  • Asus Maximus IV Extreme
  • 4 x 2GB 1600MHz CL6 Mushkin Copperhead
  • Sapphire HD5970


Die komplette Hardware wird @ Stock also nicht übertaktet betrieben.

Um eine Verfälschung der Temperaturen durch andere Hardwarebauteile weitestgehend auszuschließen, wird die gesamte restliche Hardware mit Wasser gekühlt.

Dies erlaubt es uns, zusätzlich CPU Wasserkühler auf diesem System zu testen.


Testablauf:

Da es sich bei dem verwendeten Lüfter um einen PWM Lüfter handelt, welcher seine Geschwindigkeit selbst anpasst, haben wir die PWM Steuerung während des Tests deaktiviert.

Die Testergebnisse sind bei einer Raumtemperatur von ca. 21,4°C (zu beginn der Testphase gemessen) entstanden. Protokolliert wurde der maximale Mittelwert aller CPU Cores nach einer Idle time von 45 Minuten und nach einem anschließendem 30 minütigen Prime95 Stresstest. Ausgelesen wurden diese Werte mit Aida64 Extreme Edition.

Wir nutzen bei unseren Tests immer die ARCTIC MX-2 Wärmeleitpaste, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können.

Die erreichten Temperaturen sind abhängig von dem genutzten System und können auch auf ähnlichen Systemen abweichen. Jedoch lassen sich die Kühler untereinander gut vergleichen, da alle die gleiche Testgrundlage haben.





Mit einem Blick auf das erreichte Kühlergebnis ist schön zu erkennen, dass der M9i im Verhältnis zu seiner Größe ein sehr gutes Ergebnis erzielen konnte. Er platziert sich nur knapp hinter dem Basic 65, welcher um einiges größer ausfällt und zudem mit einem 120-mm-Lüfter belüftet wird.


Fazit:

Mit dem M9i hat CRYORIG einen Tower-Kühler entwickelt, welcher durch seine überaus kompakten Abmessungen bestens dazu geeignet ist, um in einem kompakten ITX-System eingesetzt zu werden. In einem solchen System gliedert sich der M9i nicht nur durch die schlanke Bauform, welche eine überaus hohe Kompatibilität zu dem verwendeten Arbeitsspeicher garantiert, bestens ein, sondern auch durch seine geringe Bauhöhe von knapp 124mm. Trotz dieser recht geringen Abmessungen liefert der M9i auf unserem Testsystem eine gute Kühlleistung. Die Verarbeitung ist bis auf die geringen Klebstoffrückstände von der auf der Bodenplatte angebrachten Schutzfolie sehr gut ausgeführt. Leider hat sich CRYORIG dazu entschieden, den Kühler in zwei Varianten herauszubringen, welche für einen Intel bzw. AMD-Sockel geeignet sind. Uns hätte es besser gefallen, wenn es lediglich eine Variante des Kühlers geben würde, welche dann für beide Sockel ausgelegt wäre. Mit einem Preis von 26€ ist der Kühler eine preislich attraktive Alternative zu dem Intel-Boxed Kühler.




Pro

  • Kühlleistung
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Sicher und einfache Montage (Kühler)
  • Lieferumfang



Contra

  • Montage des mittleren Lüfters
  • Keine Entkopplung des Lüfters




Kühlleistung

Verarbeitung

Montage

Kompatibilität

Lautstärke

Modding

Lieferumfang

Preis







Wir danken CRYORIG für die Bereitstellung des Testmusters.


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Michael
Redakteur

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Posts: 260
# 24.01.2016 - 21:56:07
    zitieren



In den letzten Tagen haben wir unser Testsystem, mit welchen wir die von uns getesteten CPU-Kühler auf Herz und Nieren testen auf einen aktuellen Stand gebracht. Die Wahl ist hierbei auf ein aktuelles Sockel 1151 System gefallen, da sich dieser Sockel einer immer größeren Beliebtheit erfreut und einem viele Features bietet, welche man sonst nur von einem viel teureren High-End-System kennt.

Bei unserem neuen Testsystem setzten wir nicht auf selektierte Komponenten, wie es in der Vergangenheit bei dem von uns verwendeten High-End-System der Fall war. Hierdurch ergibt sich für euch die Möglichkeit, einen noch besseren Vergleich mit eurer Hardware zu ziehen.

Das neue Testsystem besteht aus diesen Komponenten:

  • ASRock Z170 Extreme3
  • HyperX - Savage 16GB Kit 3000MHz
  • Intel® Core i7-6700K


Um euch einen kleinen Einstand zu geben, haben wir ein paar Kühler aus vergangenen Tests ein zweites mal durch unseren Testparcour geschickt.





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